Batu Caves – die Affen sind los!

By 25. September 2015Lifestyle

6 Wochen mit dem Rucksack quer durch Malaysia – so abenteuerlich verbringe ich meinen Sommer dieses Jahr! Die nächsten Wochen berichte ich euch hautnah über alles, was ich auf meiner Backpacking-Tour durch die malaiische Halbinsel erlebe!

Wer hat die Kokosnuss geklaut?

Etwa 15 km nördlich von Kuala Lumpur liegen die Batu Caves. Wohin ich auch blicke, es wimmelt nur so vor Affen, die sich am Müll und den Essensresten der Touristen zu schaffen machen: Affen mit Kentucky Fried Chicken Bechern. Affen, die mit Plastikflaschen oder Kokosnüssen um sich schmeißen. Affen, die den Besuchern sämtliches Essen aus den Taschen klauen und sich damit auf Nimmerwiedersehen aus dem Staub machen. Die Batu Caves scheinen ein wahres Futterparadies für die frechen Makaken-Äffchen zu sein.

Batu Caves – nichts weiter, als von Affen besetzte Kalksteinhöhlen?

Weit gefehlt. Die Batu Caves sind über 400 Millionen Jahre alte Kalksteinhöhlen (batu bedeutet aus dem Malaiischen übersetzt schlichtweg ´Stein`), in deren Inneren die Ureinwohner damals Schutz und Zuflucht suchten. Heute befinden sich in den Höhlen farbenprächtige Hindutempel und –schreine, die über den glorreichen Sieg des Hindugottes Murugan über den Dämon Soorapadam berichten. Hier stehe ich nun, am Fuße der 42,7 m hohen, goldenen Statue des Gottes Murugan, die nebenbei bemerkt auch die größte der Welt ist. 272 steile Treppenstufen und einige neugierige Äffchen liegen noch vor mir. Endlich oben angekommen blicke ich auf die Statue und die Skyline Kuala Lumpurs herab und besichtige die 100 m hohe Haupthöhle, auch Tempelhöhle genannt – wirklich beeindruckend.

Fledermäuse & Gliederspinnen: Dark Cave Tour

Etwas unterhalb der Haupthöhle gelegen befindet sich die „Dunkle Höhle“, die man nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen kann. Grund dafür ist, dass das Höhlensystem noch relativ unberührt ist und einzigartige Lebewesen, die weltweit nur in dieser Höhle existieren, geschützt werden. Wenig später befinde ich mich in der stockdunklen Höhle, die sich ihren Namen durchaus verdient hat. Ich kann nicht einmal mehr meine Hand vor Augen sehen. Hunderte Fledermäuse fiepen lautstart von der Höhlendecke über mir. Als der Guide erläutert, welch einzigartige Schlangen, Spinnen und andere Krabbeltierchen darin leben – und ich rein gar nichts davon sehen kann – wird mir ein bisschen mulmig zu Mute. Endlich dürfen wir unsere Taschenlampen einschalten und siehe da, eines dieser bis zu 10 cm langen Krabbeltierchen, dessen Name ich leider vergessen habe, hängt vor mir an der Wand. Nach fast einer Stunde verlasse ich – glücklich, dass keines der Tierchen an mir hängen geblieben ist – die Höhle wieder und mache mich auf den Rückweg nach Kuala Lumpur.

Nächste Woche berichte ich euch von meinem kurzen Aufenthalt in der charmanten Kolonialstadt Melaka – seid gespannt!

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