„Ihr braucht keine Angst haben“ behauptet Dimitri, einer der zwei russischen Masterminds von Escape Game, als wir uns in den stockdunklen Raum begeben. Irgendwie passt sein finsteres Grinsen nicht zu seinen Worten, als er hinter uns den Vorhang schließt. Nun ist es wirklich dunkel. Etwas in dem kleinen Raum ist jedoch beleuchtet: Ein altes Festnetztelefon mit Wählscheibe. Hier beginnt nun das Rätsel.

 

Wo sind wir hier gelandet? Das Beeed-Team hat sich mal das neue Escape Game München unter die Lupe genommen. Das Ganze ist eine Art Schatzsuche – man befindet sich in einem Raum und muss anhand von logischem Denken und eigenem Scharfsinn Hinweise entschlüsseln, die einen letztendlich ans Ziel bringen. Klingt ziemlich spannend, nicht wahr?!

Als wir bei Escape Game, im westlichen Teil Schwabings, ankommen, stehen wir erst mal vor einer ziemlich kleinen, ziemlich ungewöhnlich aussehenden, verschnörkelten Eingangstür. Es sieht aus, als würden gleich ein paar Hobbits aus diesem Eingang purzeln. Als uns dann jedoch Dimitri – ein Mann der keineswegs einem Hobbit ähnelt – die Tür öffnet und uns freundlich willkommen heißt, sind die Gedanken an Mittelerde gleich wieder verflogen. Im Gang erwartet uns eine düstere Szene: Die rauen Wände sind kaum beleuchtet  und der Gang ist lang und schmal…Etwas unheimlich ist es hier schon. In einem atmosphärisch angepassten Chillout-Raum, am Ende des Ganges, erklärt uns Dimitri das Konzept und die Regeln. Wir sind hochspezialisierte Kunstdiebe und möchten einem sehr berühmten Maler sein teuerstes und exquisitestes Kunstwerk klauen. Weil wir so clever sind, wissen wir natürlich was der verehrte Maler den ganzen lieben langen Tag so treibt. Der Maler geht nämlich jeden Abend, der Muse wegen, eine Stunde spazieren und genau dieses Zeitfenster haben wir uns ausgewählt, um Mr. Picasso zu berauben und sein Millionenwerk sicher zu stellen. Laut Dimitri, ist der Weltkünstler jedoch schlau und erfinderisch und hat bereits verschiedenste Maßnahmen genommen, um seine wertvolle Kunst zu verstecken. Unsere Aufgabe ist es nun, innerhalb von 60 Minuten, das Gemälde aus der Wohnung des Künstlers zu klauen.

 

Um euch nicht den Spaß zu verderben, möchten wir nicht zu sehr auf die einzelnen Rätsel des Events eingehen, eins können wir jedoch sagen: Es war verdammt spannend und teilweise krass schwierig. Vor allem am Ende wurde es heikel, da wir das verfluchte Bild exakt 2 Minuten vor Schluss gefunden hatten.

Was fanden wir besonders gut?

 

  • Man merkt richtig, mit wie viel Mühe die Rätsel und Aufgaben zusammengestellt wurden. Das Spiel ist keine generische Schnitzeljagd, sondern die zwei Geschäftsführer haben sich hier wirklich ins Zeug gelegt, was die Innovation angeht. Ihr könnt Euch hier wirklich sicher sein, dass ihr so etwas noch nie erlebt habt. Alles, was in der Wohnung des Künstlers passiert, ist vollautomatisch – wirklich faszinierend.
  • Die Kulisse macht wirklich was her. Man meint absolut, man wäre in der skurrilen Wohnung eines verrückten Künstlers und kann so, mit Körper und Geist in die Rolle des Ganoven abtauchen. Die Räume wurden zum Teil von den zwei russischen Gamern selber gestaltet und zum Teil von einer Künstlerin verschönert und „verunstaltet“ (…Liegt im Auge des Betrachters!).
  • Angst vor unlösbaren Aufgaben oder vor „Mathemonstern“ muss man wirklich nicht haben, denn die Skills die hier wirklich gefragt werden, sind Konzentration, Teamfähigkeit, logisches Denkvermögen und ein gewisser Spürsinn. Zudem hat man in den Räumen auch die Not-Betreuung von Dimitri oder seinem Geschäftspartner und Freund Sergey, falls man wirklich nicht weiter weiß…Eine Hilfestellung die wir auch das ein oder andere Mal in Kauf nehmen mussten – ich sag’s euch, dieses Rätselspiel ist kein Ponyreiten!

Unser Fazit: Eine einzigartiges und nervenzerreißendes Live-Game, das einen so richtig mitreißt. Perfekt als Gruppenevent, für Partys, Familienausflüge oder Firmenevents (…und definitiv fesselnder als ein Kino-Abend). Wir können euch das Ganze wirklich ans Herz legen, wenn ihr gerne kniffelt oder spielt, denn es macht wirklich Spaß! Die zwei Männer, die hinter der Kulisse die fantasiereiche Rätseleien erfinden, haben auch unzählige weitere Ideen auf Lager: Also schaut ruhig mal dort auf der Homepage vorbei, wer weiß was da noch kommt.

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