Denn wir sind nicht dafür bestimmt alles in uns zu tragen

„Es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl, als zu spüren, dass man für andere Menschen etwas sein kann.“ -Dietrich Bonhoeffer

 

Es war mal ein Mädchen, das liebte einen Jungen und der Junge liebte sie.
Doch keiner von beiden wusste es.
So lebten sie zwei Leben und hofften, es würde sich schon was ergeben.
Allerdings wusste sie nicht, er würde gehen und sie sollten sich nie wieder sehen.

Es gibt so oft Situationen, in denen wir unsere Gefühle verbergen oder glauben, sie für uns behalten zu müssen.
Aus Angst, man würde uns nicht verstehen oder gar missverstehen.
Indem wir unsere Gefühle offenbaren, machen wir uns verletzlich, sei es in der Liebe, der Trauer, Wut oder im Glück.
Wir versuchen uns zu schützen, zu beschützen vor den bösen Menschen.

Doch was passiert mit all den Emotionen, die wir nicht zeigen, die wir in uns behalten?
Sie stauen sich auf.
In meiner Vorstellung wie ein Ballon, der immer größer wird und sich mit jedem weiteren Gefühl spannt und dehnt, bis er keinen Raum mehr für Weiteres hat und letztendlich platzt.
Wir platzen. Ich. Du. Er. Sie. Ja wir platzen und entweder reißen wir uns selber oder gar noch mit andere in den von uns gegrabenen Abgrund.
Wir brechen aus.
Denn wir sind nicht dafür bestimmt alles in uns zu tragen.
(„Wie soll ein Mensch das ertragen?“, hätte Phillip Poisel gesungen.)

Wir haben nun mal Emotionen, die anderen zeigen sollen, was wir fühlen, damit eine Aktion auf unsere Reaktion folgen kann.
Und dafür verdammt müssen wir das Risiko eingehen verletzt zu werden.
Und JA wir werden auch verletzt werden, diese Ängste sind also berechtigt.
Aber wir werden vielleicht auch das größte Glück unseres Lebens erfahren.
Weil wir, weil du und ich etwas wagen, mutig sind und sagen was wir denken und was wir fühlen.
Denn wir wissen auch, dass es keinen richtigen Zeitpunkt gibt. Es gibt nur ein „heute“ und nur heute können wir etwas verändern.

Viele Missverständnisse entstehen dadurch, dass wir einen Dank, eine Bitte, eine Entschuldigung oder ein Geständnis nicht aussprechen, sondern nur empfinden.

Liebe Grüße und bis bald
Feyza (FOEZ)

Und für alle, die sich für die Entwicklung und den Prozess des Gemäldes interessieren, noch eine kurze Fotostrecke.

 

Zunächst habe ich eine Vorskizze gemacht, damit erleichtert man sich das Malen unheimlich,
denn Farbe, einmal drauf, geht nicht weg, Bleistift schon 🙂 (Am besten Stärke H4-8, die sind nicht besonders pigmentiert)

 

Mit Aquarell Farben habe ich nun schon die nächste Vorarbeit geleistet, denn so weiß ich genau,
wie ich den Farbverlauf mit intensiveren Farben (Acryl) gestalten werde.

 

Die Details sind das Wichtigste. Dabei geht es aber nicht um Perfektion sondern um Licht und Schatten,
die dem Bild Tiefe verleihen sollen und den Ausdruck stärken.

 

Die verwendeten Materialien: Aquarelle Kasten, dabei ist die Marke tatsächlich weitgehend egal.
Dazu habe ich Acrylfarben von Daler Rowney verwendet, in weiß, schwarz und blau.
Und am Anfang des Artikels sieht man natürlich das komplette Gemälde.

 

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