Perhentian Islands: Schorcheln & Tauchen in schillernden Unterwasserwelten

By 9. Januar 2016Lifestyle
Perhentian Islands

6 Wochen mit dem Rucksack quer durch Malaysia – so abenteuerlich verbringe ich meinen Sommer dieses Jahr! Die nächsten Wochen berichte ich euch hautnah über alles, was ich auf meiner Backpacking-Tour durch die malaiische Halbinsel so erlebe!

Perhentian Paradise

Die beiden Hauptinseln der Perhentians sind Perhentian Besar (Groß-Perhentian) und Perhentian Kecil (Klein-Perhentian). Es gibt keine Straßen und daher auch keinen lästigen Lärm von Autos oder Motorrädern. Ich entscheide mich für die kleinere der beiden Inseln, die auf den ersten Blick das perfekte Urlaubsparadies zu sein scheint: Kristallklares Wasser, ein palmengesäumter Strandabschnitt und abends wird das internationale Backpacker-Publikum durch imposante Feuershows, Shishas, Cocktails und Parties bei Laune gehalten.

Wagt man jedoch einen Blick auf den Abschnitt zwischen Strand und Bungalows, wird einem übel. Ein miefender Sumpf aus Plastikmüll, in dem sich Warane suhlen, kommt zum Vorschein (Bilder davon erspare ich euch an dieser Stelle). Das ist die andere Seite der Trauminsel, die wohl niemand zu erwähnen scheint. Ich möchte in diesem Artikel dennoch die positiven Seiten der Insel hervorheben, denn Tauchen und Schnorcheln ist hier wirklich ein einmaliges Erlebnis:

PADI Open Water Diver Course, Schnorcheln & Schwarzspitzen-Riffhaie

Bevor ich überhaupt das erste Mal in meinem Leben geschnorchelt bin, habe ich mich zu einem Tauchkurs angemeldet. Aber alles der Reihe nach: Am ersten Tag auf der Insel mache ich für 30 Ringgit (ca. 6,40 €) eine Schnorchel-Tour mit, die mich zu 5 verschiedenen Punkten führen soll: Turtle Point, Shark Point, Coral Garden, Lighthouse und Fishing Village. Witzigerweise habe ich im Fishing Village ein paar Backpacker wieder getroffen, die ich zuvor auf Penang kennengelernt habe. Auf solchen Reisen sieht man wirklich immer wieder die selben Gesichter – egal, wie groß das Land, die Insel oder die Stadt ist.

Ich bin hin & weg von der faszinierenden Unterwasserwelt der Perhentian Islands. Schillernde Korallenriffe, kunterbunte Fische, riesige Schildkröten, Quallenschwärme und sogar ein paar Schwarzspitzen-Riffhaie konnte ich beobachten.

Voller Vorfreude stehe ich am nächsten Tag auf und laufe zur Tauchschule, die nur wenige Meter von meinem Chalet entfernt liegt. Ganz schön schwer auf dem Rücken so eine Tauchflasche. Nach ein paar Übungen im flachen Wasser führt mich mein erster Tauchgang zu der Blue Lagoon. Ich bin so fasziniert von diesem unbeschreiblichem Gefühl, unter Wasser atmen zu können, dass ich gar nicht merke, dass wir uns bereits in 12 Metern Tiefe befinden.

Nicht so schön finde ich die Übungen, die wir absolvieren müssen, um den Tauchschein zu bekommen: Tauchmaske in 18 Meter Tiefe abnehmen und wieder aufsetzen (wirklich nicht lustig mit Kontaktlinsen), Atemgerät aus dem Mund nehmen, die Flasche zudrehen, um „out of air“ zu simulieren, etc. Ich hätte niemals gedacht, dass Tauchen so komplex ist und dass man so viele Dinge dabei beachten muss.

Jedenfalls darf ich mich nach meinem bestandenen Tauchkurs nun Open Water Diver nennen und bis zu 18 Meter tief tauchen!

Matahari Chalet: Warane als Nachbarn

In Kombination mit dem Tauchkurs habe ich im Matahari Diving & Chalet übernachtet. Die hölzernen Chalets sind sehr günstig, aber haben doch irgendwie ihren Charme. Dass der Strom tagsüber für bestimmte Zeit abgestellt wird, stört hier niemanden, denn Strom braucht man schließlich nicht um zu Tauchen. Einziger Minuspunkt: Alle Spiegel hängen bei mir gefühlt auf Bauchnabelhöhe – ich bin wohl einfach zu groß für die asiatische Welt…

Mein kulinarischer Geheimtipp für die Insel ist die Chill Out Bar, deren Name eigentlich schon alles sagt. Zwar läuft hier jeden Tag die selbe Reggae Playlist in Dauerschleife, jedoch habe ich hier mit Abstand das beste Curry meines Lebens gegessen. Es dauert seine Zeit, bis das Essen kommt, da in der Küche nur eine einzige Person kocht – das geduldige Warten zahlt sich aber definitiv aus!

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